4 Feministische Bücher zum 8. März

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Der 8. März ist internationaler feministischer Kampftag, bei vielen auch bekannt als Weltfrauentag.

Spätestens jetzt ist ein guter Zeitpunkt, mehr Bücher von, für und mit Frauen sowie trans und nichtbinären Personen zu lesen – cis-männliche Perspektiven sind schließlich in der Bücherwelt zahlreich vertreten.

Deshalb gibt es heute ein paar Empfehlungen für Bücher aus feministischer Perspektive, die für alle Lesenden interessant sein können – egal ob Feminismus ein völlig neues Thema ist oder man sich schon damit beschäftigt, und unabhängig davon, welches Geschlecht man selbst hat.

Die letzten Tage des Patriarchats

Das erste Buch ist “Die letzten Tage des Patriarchats” von Margarete Stokowski.

Der Band enthält die gesammelten Essays von Stokowskis Kolumnen bei der taz und beim Spiegel und beschäftigt sich mit den unterschiedlichsten Themen: von ungleicher Erziehung über absurde Schönheitsideale bis hin zur feministischen Revolution ist alles dabei – ein ziemlicher Klassiker und ein guter Einstieg ins Thema, mit Humor und einer gewissen Schärfe, die das Lesen sehr kurzweilig macht.

Girl, Woman, Other

Die nächste Empfehlung heißt “Girl, Woman, Other” (auf deutsch: “Mädchen, Frau, etc.”) und stammt aus dem englischsprachigen Raum.

Die Autorin Bernadine Evaristo erzählt in ihrem Roman die Geschichten von zwölf hauptsächlich Schwarzen Frauen und einer nichtbinären Person aus Großbritannien, die sich durch eine weiß und männlich geprägte Welt bewegen.

Durch den Perspektivwechsel kann in die Gedanken und Gefühle jeder Figur eingetaucht werden, sodass die unterschiedlichsten Lebensrealitäten ein vielfältiges Bild ergeben. 

Dabei bedient sich die Autorin eines für mich ungewohnten Schreibstils: Statt Satzzeichen zu verwenden, um Sätze zu unterbrechen oder zu beenden, werden diese einfach in der Luft stehen gelassen und nur durch einen Absatz getrennt. Das macht es einerseits schwer, eine Pause zu finden, um einen Gedanken zu Ende zu denken. Andererseits macht es die Geschichte einzigartig und erschafft eine ganz neue Art, ein Buch zu lesen.

Mehr als binär

Das dritte Buch beschäftigt sich mit der Binärität der Geschlechter, die in den Köpfen der meisten Menschen vorherrscht – und zeigt, was es heißt, nicht in die festen Kategorien von männlich und weiblich hinein zu passen und aus ihnen auszubrechen.

Alok Vaid-Menons “Beyond the Gender Binary” ist sowohl interessant für alle, die Geschlechterkategorien hinterfragen als auch für diejenigen, die eigentlich alles gut so finden, wie es ist. Auf deutsch ist das Buch unter dem Titel “Mehr als binär” zu finden.

The Greater Freedom

Die vierte Empfehlung beschäftigt sich ebenfalls mit dem Ausbrechen aus Schubladen: In Ägypten geboren, in London aufgewachsen – Alya Moore passt weder in die Vorstellung einer typisch arabischen Frau noch in die einer typisch europäisch-westlichen.

“The Greater Freedom: Life as a Middle-Eastern Woman outside the Stereotypes” (zur Zeit nur auf englisch verfügbar) berichtet über Vorurteile von allen Seiten und Forderungen, wie eine Frau zu sein und zu leben hat. Sie wirft dabei eine spannende Frage auf: Was bedeutet die Freiheit, man selbst zu sein und selbstbestimmt zu leben und wie kann man diese erlangen?

Welche feministischen Bücher sollten unbedingt von mehr Menschen gelesen werden? Schreibt gerne eure Empfehlungen in die Kommentare.

Dazu passend: Der Sexismus-Test

Ist eine Geschichte sexistisch? Die ausführliche Alternative zum Bechdel-Test.

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