Ich bin #books4future Lesebotschafter, zu Gast bei WDR5 und meine Kritik an der Schullektüre

Hallo liebe Leser*innen meines Blogs!

Ich habe mich schon seit einer Weile nicht mehr persönlich an euch gewandt. Dabei sind wir in den letzten Monaten viele tausend Büchermenschen mehr geworden, denn es haben so viele wie noch nie auf meinem Blog vorbeigeschaut.

Ich musste lange zu vielen meiner neuen Projekte schweigen (und muss es immer noch, es warten einige auf Veröffentlichung) – aber eines ist nun offiziell: schon seit September bin ich offiziell Lesebotschafter von books4future.

Leseförderung für Jugendliche

books4future versteht sich als Buchbewegung, die vor allem auf Instagram aktiv ist. Es geht darum, mehr Jugendliche zum Lesen zu bewegen, Bücher mit relevanten Zukunftsthemen wie Diversity und Klimaschutz zu fördern und diese Themen bis in die Klassenräume zu tragen.

books4future – dahinter steht die Agentur eco Echterhoff & Coumont – arbeitet dafür mit jungen Blogger*innen zusammen. Neben mir ist auch die bekannte Bloggerin Mirai Mens (lass-mal-lesen.blog) als Lesebotschafterin aktiv. Und natürlich die beiden erwachsenen Botschafter (und Lehrer) Bob Blume und Benni Cullen.

Und was machen diese ganzen Lesebotschafter*innen? Wir stellen Bücher vor, die uns am Herzen liegen.

Meinen ersten Lesetipp “Countdown. Der letzte Widerstand” könnt ihr schon jetzt lesen. Weitere Lesetipps zu spannenden Zukunftsthemen folgen ab jetzt jeden Monat auf dem Instagram-Kanal von books4future.

Zu Gast bei “Neugier Genügt – Redezeit”

Und dann stand auch schon der erste Termin für mich an: denn gemeinsam mit Annette Coumont, Co-Gründerin von books4future, war ich am 3. Oktober in der Sendung “Neugier Genügt – Redezeit” von WDR 5 zu Gast. Wir sprachen darüber, dass immer weniger junge Menschen noch sinnerfassend lesen können. Nur noch jede fünfte fünfzehnjährige Person in Deutschland kann noch sinnerfassend lesen – das zu hören, hat mich sehr überrascht.

Ihr könnt die Sendung bei WDR 5 oder als Podcast bei Spotify nachhören.

In der Sendung zu sein war eine sehr spannende Erfahrung. Die halbe Stunde war aber längst nicht ausreichend, um über alle Aspekte ausreichend zu sprechen.

Schullektüre: #FaustRaus

Gegen Ende erwähne ich die Schullektüre. Ich denke, dass wir uns damit noch mehr beschäftigen müssen: was bringt es, mit anspruchsvollen literarischen Texten zu starten, obwohl die Schullektüre für manche das erste (und hinterher dann letzte) Buch in ihrem Leben ist? Warum mit sogenannten Klassikern beschäftigen, die veraltete Weltbilder übermitteln? Und das auch noch in altmodischer Sprache?

Ich denke: #FaustRaus aus der Schullektüre. Das natürlich nur als Platzhalter für all die veraltete Literatur, die noch Teil von Abitur und Oberstufe ist. Es braucht Texte und Romane, die aktuelle Stoffe behandeln, die ein vergleichbares Wertebild haben wie jenes unserer aktuellen Gesellschaft. Romane, in denen Frauen nicht einfach nur als Lustobjekte vorkommen, um die sich Männer Duelle liefern.

Vielleicht ging es uns ganz anders. Vielleicht fanden manche Leser*innen meines Blogs Romane wie “Faust” sehr spannend und interessant – vielleicht aus wissenschaftlicher Perspektive. Aber viele, die hier sind, haben nun mal das Lesen zum Hobby…

Trotzdem interessiert mich wirklich sehr was eure Meinung dazu ist. Schreibt mir gerne eure Kommentare unter den Beitrag, per Mail oder zum Twitter-Thread. Und wie hat euch die Radio-Sendung gefallen?

Ich bin auf euer Feedback gespannt. Bald gibt es an dieser Stelle mehr zu verkünden. Bis dahin: viel Spaß beim Lesen!

Eine Antwort

  1. Sturmvoqel

    Wow, Glückwunsch zu deinem Job als Lesebotschafter und deinen weiteren Projekten!
    Ich möchte kurz etwas zu #FaustRaus sagen, denn ich bin absolut deiner Meinung! In meiner Familie hat das Lesen nie eine große Rolle gespielt, demnach war die Schullektüre für mich gleichzeitig der Einstieg in die Literatur. Und ganz ehrlich: Für mich als Jugendliche waren Faust und Konsorten schrecklich. Sperrig zu lesen, oftmals veraltet, für “Literatur-Anfänger” eher abschreckend als förderlich.
    Ich habe meine Liebe zu Literatur erst mit Anfang 20 entdeckt. Ich liebe mittlerweile bspw. auch Kafka aber ganz ehrlich: Ich hätte den Prozess nicht als Teenager lesen wollen, weil der Roman nun mal schwierig ist (teilw. fragmentarisch etc.). Und wie du sagst: Ist es nicht viel wichtiger relevante Themen aufzugreifen? Literatur zu lesen, die auch Lust auf mehr macht, statt einfach nur Arbeit ist? Dahingehend sollte das Schulsystem endlich modernere Wege einschlagen, was nicht bedeuten muss, dass alle Klassiker verbannt werden.

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