„Sherlock und Watson“ Hörspielreihe Rezension

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Ende des 19. Jahrhunderts erblickten die ersten Geschichten von Sherlock Holmes und seinem Freund und Kollegen Dr. John Watson das Licht der Welt. Mehr als 130 Jahre später ermitteln sie wieder – und zwar nicht nur in BBCs Serie “SHERLOCK”, sondern auch in den spektakulären Hörspielen rund um “Sherlock & Watson”.

Immer wieder gibt es Versuche, den berühmtesten Meisterermittler der Welt und seinen Chronisten in das London unserer Tage versetzen. Die Rede ist natürlich von: Sherlock Holmes und Dr. John Watson.

BBC stattete ihn in der Fernsehserie “SHERLOCK” mit einem Smartphone aus, verpasste Watson einen Blog und ersetzte die Droschken durch moderne Taxis und die Londoner U-Bahn. Davon ließ sich der deutsche Audio Verlag inspirieren – und kreierte die Serie “Sherlock & Watson”. Mittlerweile ist die Reihe mit dem “Blauen Karfunkel” ausgezeichnet – dem Prädikat “Wertvoll” in der Sherlock Holmes-Community.

Aber worum geht es bei “Sherlock & Watson” überhaupt? Und warum solltet ihr die Hörspielreihe während eurer Zugfahrt im Enno anhören?

Worum geht es?

Die erste Staffel der Hörspielserie bietet fünf unterschiedliche, von Felix Partenzi und Viviane Koppelmann geschriebene Fälle. Der erste Fall „Das Rätsel von Musgrave Abbey“ wird Kenner*innen an den originalen Fall “Das Musgrave Ritual” erinnern – wenn auch nur entfernt.

Im Hörspiel geht es um das verschwundene Manuskript einer Bestsellerautorin und ein entführtes Kind. Im zweiten Teil „Ein Flucht in Rosarot“ dient dann statt des klassischen Originals die erste Staffel der BBC-Serie als Vorlage. Zum Glück für alle Fans der Originale geht es danach klassischer weiter, zum Beispiel im „Somersett-Fall“, der nah am Original „Die Junker von Reigate“ gehalten ist.

Qualität auf die Ohren

Sherlock Holmes wird von Johann von Bülow gesprochen: schnell, misanthropisch und klar analytisch entspricht er ganz dem Original. Florian Lukas aka John Watson ist der empathische Gegenpart. Außerdem ist er der Erzähler der Hörspiele – ein Ruhepol in den spannenden Krimi-Hörspielen.

Was den Soundtrack angeht, kann die Reihe durch einen satten Sound und eine volle Geräuschkulisse punkten – ihr solltet euch am Besten gute Kopfhörer mit in den Enno nehmen, damit ihr die ganze Wirkung erleben könnt.

Geräusche und Soundtrack

Auch der Soundtrack ist gut gewählt, die Übergänge weich und Hintergrundgeräusche atmosphärisch. Die talentierten Sprecher der Hauptcharaktere – wie Johann von Bülow, der vollkommen in seiner Rolle aufging – und die große Anzahl unterschiedlicher Nebensprecher*innen machen die Hörspielreihe zu einem Hörgenuss mit Qualität.

Die Hörspiele dauern knapp eine Stunde pro Fall – gut geeignet für eine längere Fahrt im Enno. Vielleicht auf dem Weg zur Arbeit? Fans von “SHERLOCK” und allen, die spannende Krimis mögen, sei diese Hörspielreihe ans Herz gelegt.

Nur eine Sache werden die Hörer*innen in der ersten Staffel schmerzlich vermissen: einen Auftritt der berühmtesten Haushälterin des 19. Jahrhunderts – Mrs. Hudson.

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