Rezension: Königreich in Gefahr

Lynnies Ausbildung bei Will schreitet voran und sie steht mittlerweile in ihrem dritten Ausbildungsjahr der Waldläuferlehre. Als sie wie gewohnt in den Ferien nach Schloss Araluen zurückkehren muss, stellt sich die normale Langeweile ein. Doch Gerüchte von einer neuen Gefahr für das Königreich, dem „Clan der Roten Füchse“, zerstören den Frieden, der bis dahin so lange gehalten hatte. Zunächst versuchen Waldläufer Gilan und Sir Horace dem Feind entgegenzutreten, doch schon bald stellt sich heraus, dass sie die Gefahr bei Weitem unterschätzt haben. Und so ist auch Schloss Araluen und die Königsfamilie in tödlicher Gefahr…

Originaltitel „The Royal Ranger 2 – The Red Fox Clan“

Wie war jetzt die Reihenfolge? Bei der Übersetzung ins Deutsche ist etwas verloren gegangen: „Königreich in Gefahr“, mit dem Originaltitel „The Royal Ranger – The Red Fox Clan“ ist nämlich nicht Band 14 der legendären „Chroniken von Araluen“, sondern in Wirklichkeit Band zwei des Sequels „Royal Ranger“. Denn Bestsellerautor John Flanagan hat sein Wort gehalten: nämlich dass es nicht mehr als 12 Bände geben wird. Stattdessen führte er die Handlung mit Prinzessin Cassandras Tochter Lynnie weiter und eröffnete die 3. Nebenreihe der Chroniken von Araluen. Doch ich kann das dem Verlag nachsehen, denn schließlich verkauft sich ein Buch besser, wenn es den altbekannten Namen „Die Chroniken von Araluen“ trägt. Also: Königreich in Gefahr ist nur in der deutschen Version Band 14.

Das Buch ist in der ersten Hälfte eher seicht und durchschnittlich – es ist schön, die altbekannten Gesichter der Serie wiederzusehen und die „Running Gags“ werden auch stets wiederholt. Die letzten Bände der Chroniken von Araluen haben ein wenig nachgelassen und bieten nicht mehr die volle Spannung, wie man sie von den Anfängen der Serie (und auch der Nebenreihe „Brotherband“) gewohnt war. Doch Band 14 blieb nur etwa bis zur Hälfte so. Danach überraschte John Flanagan mit einigen ungeahnten und meiner Meinung nach genialen Twists und gab dem Buch einen neuen Schwung. Die letzten Seiten fesselten mich mal wieder ans Buch und bestätigten mich darin, dass John Flanagan zu den besten Jugendbuchautoren die ich kenne zählt, zu den aktivsten sowieso, mit mehreren Veröffentlichungen im Jahr.

Das Ende machte mir schlussendlich viel Lust auf Band 15: „Im Bann des dunklen Ordens“, der allerdings erst ab 9. März 2020 im Handel sein wird. Ich finde es sehr gut, dass John Flanagan wieder weg von der abgeschlossenen Handlung geht, wo es teilweise in jedem Band eine neue Bedrohung oder einen neuen Feind gab, und zurück zu den mehrteiligen Problemen. Gute Beispiele sind die Bände „Die Brennende Brücke„, „Der Eiserne Ritter“ und „Angriff der Temujai-Reiter„, oder auch mein Lieblingsduo „Der Krieger der Nacht“ und „Die Belagerung„, Band 5 und 6. Auch Band 14 und der zukünftige Band 15 scheinen ähnlich verbunden zu sein und auch das wertet die Reihe erneut auf.

Für alle Araluen Fans: ein weiterer Höhepunkt erwartet euch! Und alle, die die Reihe noch nicht kennen, sollten mal hier vorbeisehen. Denn ihr verpasst eine großartige Serie!

2 Antworten

  1. […] von Araluen erschien am Montag, den 9.3. erstmals auf Deutsch. Darin setzt sich die Handlung des vorhergehenden Bandes direkt fort: Das Königreich von Araluen muss sich einer Bedrohung von innen stellen – der Orden […]

  2. […] Das zweite Buch, das im März erscheint, ist „Die Chroniken von Araluen – Im Bann des dunklen Ordens“. Aus nostalgischen Gründen (und auch, um mir selbst etwas zu beweisen) lese ich jedes neue Buch, das John Flanagan in „Die Chroniken von Araluen“ und den zwei Nebenreihen herausbringt – und das sind immerhin schon zwanzig Stück! Was ich an den Chroniken von Araluen so liebe, ist, dass man so richtig mitwachsen kann. Obwohl ich jetzt schon deutlich älter bin als damals, als ich den ersten Band gelesen habe, liebe ich die Reihe noch immer. Und zu guter letzt hat mich die Reihe dazu gebracht, diesen Blog hier zu starten – ist das nicht Grund genug, um dranzubleiben? Für den letzten Band hatte ich allerdings auch ein bisschen Kritik übrig, weshalb könnt ihr selbst nachlesen. […]

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